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Wenig Zeit – Tipps für die Stoffreduktion

„Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler“! Helmuth Thoma

Lernen muss jede und jeder selbst! Damit im Geschäftsalltag lernen möglich ist, muss der Lerninhalt verdauter sein. Insbesondere im Arbeitsalltag ist dies ein Thema, da wir uns oft gleichzeitig mit verschiedenen Dingen beschäftigen müssen.

Auf was können wir achten, damit wir diesen beschränkten Möglichkeiten gerecht werden?

  • Unterscheiden Sie klar zwischen dem, was Lernende können und was sie wissen müssen: Beim Können müssen sie Vorgehensweisen kennenlernen und üben können; beim Wissen müssen sie Zusammenhänge und Strukturen kennen.
  • Gehen Sie exemplarisch vor, wählen Sie Beispiele aus dem Arbeitsalltag aus, die der Lernende schon kennt und dort anknüpfen kann.
  • Orientieren Sie sich bei der Vorbereitung an den folgenden fünf Grundfragen:
    1. Welchen allgemeinen Sinn- und Sachzusammenhang vertritt und erschliesst der Inhalt? (Grundprinzipien, -phänomene, Gesetze, Zusammenhänge, Arbeitsweisen, Einstellungen, Haltungen).
    2. Welche Bedeutung hat dieser Inhalt für meinen Lernenden? (Erfahrung und Erkenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten).
    3. Welche Bedeutung hat dieser Inhalt für die Zukunft meiner Lernenden? ( persönliche Entwicklung, berufliche Entwicklung).
    4. Welches ist die Struktur des Inhaltes? (Sinn, Bedeutung, innere Zusammenhänge, Perspektive, Zusammenhang mit anderen Inhalten, Schwierigkeiten, notwendiges Orientierungswissen)
    5. Wie lässt sich der Inhalt am besten veranschaulichen? Wie kann dieser Inhalt interessant, diskutierbar und begreiflich gemacht werden?
Aktualisiert am November 24, 2017

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Kommentare

  1. Die Fähigkeit, Stoff zu reduzieren und Komplexität zu vereinfachen, ist eine Kernaufgabe für Ausbildende. Sie bildet die Voraussetzung, um ansprechende und erfolgreiche Lernprozesse planen und gestalten zu können.

    Bewährt hat sich für die Planung und Vorbereitung auch die von M. Lehrer (2006) beschriebene 3-Z-Formel: Zielgruppe, Lernziel, Zeitbudget.

    Wenn Ausbildende zuerst überlegen, wer sind diese Menschen, die an meinem Angebot teilnehmen (welches Vorwissen und welche Fähigkeiten bringen sie mit), welche Kompetenzen sollen sie mit dem Lernangebot aufbauen, welches Zeitbudget steht mir überhaupt zur Verfügung, erhalten sie bereits Hinweise, welche Reduktion und Fokussierung angezeigt ist.

    Auf meinem Blog http://www.didacticalreduction.com schreibe ich über das Phänomen „Didaktische Reduktion“ und zeige mit Beispielen auf, wie Ausbildende die Qualität ihrer Angebote verbessern können. In meinem neuen Fachbuch „Auf den Punkt – Didaktisch reduziert lehren und präsentieren“ erkläre ich anschaulich, wie Reduktion gelingt.

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